Wie du aufhörst dir Sorgen zu machen, was andere denken!

Sean Connery sagte einmal „Die meisten Menschen denken darüber nach, was die anderen Menschen über sie denken“ – und so ging es mir früher auch.

 

 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir früher ziemlich viel Gedanken über alles gemacht und mir alles sehr zu Herzen genommen habe. Habe ich einen bösen Kommentar geerntet, habe ich darüber sehr lange gegrübelt. Meine Devise war es – lieber bin ich etwas stiller als etwas falsches zu sagen. Man verbringt viel zu viel Zeit und Energie damit, darüber nachzudenken, was andere Menschen wohl über einen denken. Jeder von uns hat sich dabei wahrscheinlich schon einmal ertappt. Auch ich hatte damit viel Energie verschwendet.

 

 

Auch hätte ich mich früher niemals getraut in so einem Look, wie ihr ihn hier sehen könnt, auf die Straße zu gehen. Oftmals plagten mich Gedanken wie „Was denken bloß die Menschen von mir“. Ja richtig gehört, ich hatte auch damit zu kämpfen. Mittlerweile habe ich diese Angst komplett abgelegt. Natürlich musste ich dafür viel lernen und viele Erfahrungen machen. Viele Menschen haben mich schon auf der Straße blöd angesprochen, wenn ich Bilder gemacht hatte, einen Look trug der etwas außergewöhnlicher war oder mich nur belächelt, als ich ihnen von meinen Träumen erzählte. Ein Beispiel hierfür: Ein älterer Herr meinte einmal zu mir, als er gesehen hat, dass Tobi und ich Bilder machten „was machen Sie denn da für einen Affenzirkus“. Als ich diese Bemerkung unkommentiert an mir vorbei gehen ließ, ging er direkt zu Tobi (der das Bild von mir gemacht hatte) und hatte ihn forsch angesprochen und einen beleidigenden Kommentar hinterlassen. Ein weiteres aktuelleres Beispiel, was mir diese Woche in München passiert ist. Ich wollte unbedingt vor einem Retro Aufzug ein Bild machen. Ich habe extra darauf geachtet dies zu einer Uhrzeit zu machen, wo der Großteil der Menschen bei der Arbeit ist. Somit habe ich auch niemanden beeinträchtigt. Zudem gab es mehrere Aufzüge, falls also jemand einen gebraucht hätte, hätte er auch auf jeden Fall einen bekommen. Nach nur 10 Sekunden, also als ich circa 2 Schnappschüsse im Kasten hatte, kam ein Mann mittleren Alters auf uns zu und brüllte uns an, was das soll den Aufzug zu blockieren. Nun ja ich sag mal so, wir hatten ganze 30 Sekunden einen der vier Aufzüge blockiert und in diesen 30 Sekunden wurde keiner der vier Aufzüge betätigt. Als wir dann zum Auto liefen kam uns derselbe Mann mit seinem Auto entgegen und brüllte aus seinem Fenster „du hässliche Schlampe“. Ihr habt richtig gehört. Was nimmt sich ein Mensch bitte raus, andere Menschen grundlos zu beleidigen?

In solchen Situationen denke ich mir immer wieder, ob manche Menschen nichts Besseres zu tun haben und ob sie mit ihren Leben so unzufrieden sind, weswegen sie andere Personen schlecht machen müssen.

Mittlerweile rege ich mich über so etwas nicht mehr auf. Ich habe mich damit abgefunden, dass es Tätigkeiten gibt, die in bestimmten Ländern, Städten und Altersklassen wenig Toleranz finden. Dennoch ist es wichtig, sich selbst treu zu sein. Verändert euch nicht nur, weil die Gesellschaft es von einem verlangt.

 

 

Wie habe ich es gelernt, mir bestimmte Dinge nicht mehr zu Herzen zu nehmen?

Ich habe mit der Zeit gelernt, dass das was andere über mich denken, mich selber nichts angeht. Wenn mich jemand, wie beispielsweise der ältere Herr, für lächerlich hält, weil ich auf der Straße Bilder von meinem Outfit mache, dann geht mich das nichts an. Diese Art der Menschen hat ihre ganz eigene Vorstellung davon, wie die Welt auszusehen und zu funktionieren hat. Und wenn diesen Personen meine Art und die Dinge die ich mache nicht in ihre Weltvorstellung passt, dann ist das deren Problem und nicht meins. Macht euch also klar, dass das was andere Menschen über euch denken, überhaupt nichts mit euch zu tun hat, sondern damit wie dieser Mensch die Welt betrachtet.

 

 

Warum sollte man sich von anderen Menschen abhängig machen? Ihr dürft frei über euch entscheiden und das machen worauf ihr Lust habt.

Zudem sind unsere Vorstellungen, was andere Menschen über einen Denken, komplett falsch. Der Kopf ist ein Meistertalent darin, sich alle verschiedenen Szenerien auszumalen, die mit der Realität wenig zusammenhängen. Vielleicht kennt ihr das noch von früher als man das erste Mal in einen Jungen oder in ein Mädchen verliebt war. Wenn diese/r mal nicht direkt auf eine SMS geantwortet hat, dachte man schnell „Er/Sie findet mich sicherlich richtig blöd“ und so weiter. Oftmals war der Grund dafür aber sehr plausibel – die Person war in dem Moment beschäftigt und konnte sich deswegen nicht melden. So wie dieses Beispiel kann sich das ganze Leben im Kreis drehen und man kann sich über jede Kleinigkeit verschiedene Szenerien ausmalen, die nur wenig mit der Realität zu tun haben. Seht ihr den Unsinn dahinter? Versucht es zu vermeiden euch wegen allem ständig Gedanken zu machen und hört auf darüber nachzudenken, was andere Leute über euch denken. Denn das was andere über euch denken hat meist wenig mit der Realität zu tun, bringt euch nicht weiter und geht euch auch nichts an. Versucht euch diese drei Stichpunkte in eurem Kopf zu verankern.

Schon früher habe ich immer versucht es allen Recht zu machen und habe deswegen zu vielen Dingen „Ja“ gesagt obwohl ich eigentlich „Nein“ sagen wollte, nur um es anderen Personen Recht zu machen. Dadurch macht man sich nur selber kaputt, man verschwendet auch seine Energie. Man kann es nicht jedem Recht machen.

In diesem Fall gibt es zwei Varianten wie ihr vorgehen könnt. Entweder ihr versucht es weiterhin allen anderen Menschen Recht zu machen und verzichtet dabei auf eure eigenen Freiheiten oder ihr geht euren eigenen Weg und „scheißt“ einfach darauf, was andere über euch denken. Ich habe mich für Variante zwei entschieden. Falls ihr Angst habt, dass ihr als Egoist und arroganten Deppen dasteht, wenn ihr euch für Variante zwei entscheidet, dann täuscht ihr euch, denn das Gegenteil ist der Fall. Menschen die proaktiv und selbstbewusst durch das Leben gehen, tragen viel mehr der Gesellschaft bei als diejenigen die immer versuchen es allen Recht zu machen und sich ständig anzupassen.

 

 

Mittlerweile ist es mir egal was die Menschen auf der Straße über mich denken, mir ist es egal was meine Nachbarschaft von mir denkt und mir ist es auch egal was meine Freunde von mir denken und euch sollte es auch egal sein. Denn das ist euer Leben. Wenn sich andere über euch aufregen, dann ist das deren Bier. Das Wichtigste ist, dass euch bewusst ist, was ihr über euch selbst denkt. Anstatt es allen anderen Recht zu machen, macht es euch recht und anstatt zu versuchen von allen anderen geliebt und geschätzt zu werden, liebt und schätzt euch erst einmal selber. Wenn ihr versucht von allen geliebt und geschätzt zu werden, dann versucht ihr das Unmögliche möglich zu machen. Das ist absurd, denn ihr werdet es niemals allen Menschen auf der Welt recht machen können. Stattdessen solltet ihr versuchen, euch nicht zu verstellen und zu verbiegen, sondern zu 100% ihr selbst zu sein. Die Leute die euch so akzeptieren, schätzen und lieben, das sind die Menschen mit denen ihr eure Zeit und eurer Leben teilen solltet.

 

3 Kommentare

  1. Lea
    März 18, 2018 / 4:36 pm

    Bester Blogpost! Ich liebe dich für die Einstellung. Abartig was für Menschen es gibt. Mach weiter dein Ding, gibt nichts inspirierenderes als deine Outfits ❤️

  2. März 30, 2018 / 7:58 pm

    Ich musste gerade laut lachen als ich die Story mit dem Aufzug gelesen hab & was der gute Herr dir da an den Kopf gebrüllt hat- Karma strikes back sag ich da nur…Ich arbeite beruflich jeden Tag mit fremden Menschen zusammen & weiß selber, wie unfassbar manche Menschen sind. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt einfach darüber zu lachen, wenn sich jemand künstlich wegen einer Lappalie aufregt.
    Aber wie du selber sagst: Man kann es nicht jedem Recht machen & muss man auch gar nicht. Einfach sein Ding durchziehen, selber so handeln, dass man mit sich im Reinen ist & der Rest kann schön verbittert durchs Leben gehen.
    Ich hoffe trotzdem die zwei Schnappschüsse vor den Aufzügen sind gut geworden <3

    Liebe Grüße aus dem gleichen Kessel

    Lene

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